Was beim Fernseherkauf zu beachten ist.

In erster Linie kauft man ja einen Fernseher um damit, also jedenfalls meistens, fernzusehen. Was denn dort in der Ferne zu sehen ist, ist entweder unverständlich,  meistens unnötig, fast immer aber sterbenslangweilig. Wenn man nun also einen neuen Fernseher zu kaufen gedenkt, um an dem eben beschriebenen Spektakel teilhaben zu können, so gilt es Verschiedenes zu beachten, zum einen die Auswahl des Gerätes also Beschaffenheit,  Marke,  technische Ausstattung und so weiter und zum anderen sollte, was besonders wichtig ist, der Aufstellort berücksichtigt werden. Im Wohnzimmer zum Beispiel gelten andere Regeln als im heimischen Schlafzimmer. Im Wohnzimmer kann er gar nicht groß genug sein. Da thront er fett, schwer, gar übermächtig, in seiner Behausung, der Schrankwand in Eiche rustikal, 30 Kilo schwer und so flach wie eine Briefmarke – der Fernseher – nicht die Schrankwand. Wobei hier das Wort fett dem jugendlichen Sprachgebrauch entlehnt ist, denn ein Fernseher ist in seinen Eigenschaften nur selten wirklich fett. Klobig oder auch wuchtig würden es hier eher treffen, wären aber auch nicht gemeint. Gemeint ist eher sowas wie toll, großartig, fabelhaft, fantastisch, cool, welches auch nur Worte einer Jugendsprache sind, jedoch der die meinem Alter entspricht. Heute sagt man eben fett. Natürlich ist ein Fernseher im Wohnzimmer mit allem drum und dran ausgestattet, also DVD-Player – der kann auch Blue-ray -, Wlan, automatische Scheibenwaschanlage und vielem mehr, kurz um allem was Mann – das Wort ist bewusst so gewählt – halt so braucht, um den Nachbarn, die Familie und die Kollegen zu beeindrucken. Der Anschluss ist selbsterklärend und somit nach fünf Stunden und drei Wiederholungen der Einrichtungsprozedur locker geschafft. Was beim Fernseherkauf zu beachten ist. weiterlesen

Träume im Winter

Der Wintertag von Wolken vollgehangen,
Aufs Jahresend‘ geht’s zu,
Da träumt man von vergang’nem und
strebt der Zukunft zu.
Verloren scheint die Hoffnung,
das Träume sich erfüll’n
– und doch –
geschieht es manchmal,
ganz heimlich und still.

Oft ist gar nichts großes,
nichts schweres zu erfüllen,
doch das ein Mensch es sich erträumte,
das macht das Wunder aus.
Sowie der Wunsch nach Liebe,
den wohl jeder kennt,
doch dessen Erfüllung uns
so selten nur gelingt.

Zu schnell gehn wir des Weges,
unachtsam und ignorant,
die Hoffnung zu erkennen,
die der Nächste mit sich trug,
sie wär uns wohlbekannt,
wenn wir nur einmal kurz
nicht ganz bei uns gewesen wären,
wir hätten ihn erkannt.

Sich frei zu fühlen

Wenn man sich entschieden hat, sich nicht mehr hetzen zu lassen, von Erfolgsdruck, von Verpflichtungen gegen andere, welche man gar nicht hatte eingehen wollen, von den Erwartungen anderer, dann ist man frei. Frei von dem Gefühl, nicht mehr selbst Herr über die eigene Existenz zu sein als auch frei für das Entdecken neuer Möglichkeiten. Es ist ein Akt der Befreiung, wieder selbst zu bestimmen, was richtig und was falsch ist. Jedoch setzt dies immer einen Rücktritt von den eigenen Erwartungen voraus. Die Befreiung besteht ja eben darin, die Erwartungen an sich selbst herunter zu fahren und sich wieder auf die Dinge zu konzentrieren, die eine wirkliche Bedeutung für einen selbst haben. Nicht mehr getrieben zu sein ist, so glaube ich, der aufregendste Moment den man erleben kann, wenn man sich zuvor doch nur noch fremdbestimmt fühlte. Denn wenn man wieder Herr im eigenen Haus ist, dann ist darin auch wieder Platz für Hoffnungen.

Warum ich Musik mache

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Dirk Kelm

Sicherlich gehöre ich nicht zu den Profis im Musikgeschäft und mit Musik Geld zu verdienen gehört mit Sicherheit nicht zu den Gründen aus denen heraus ich Musik mache. Songs zu schreiben, aufzunehmen oder auch mal Live auf der Bühne zu präsentieren ist für mich ein Akt der Kreativität. Es versetzt mich in die Lage neue Dinge auszuprobieren und mich als Mensch zu Entwickeln. Warum ich Musik mache weiterlesen

Ist das Kunst?

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So manches mal sitze ich da und denke über meine Musik nach und die Frage die sich immer wieder aufdrängt ist, ob das was ich da mache Kunst ist oder nicht. Zum einen höre ich natürlich auch die Musik von anderen Musikern und frage mich, ob meine Musik daneben bestehen kann, zum anderen ist mein eigener Anspruch natürlich der, etwas Eigenes, also von den anderen Verschiedenes, zu erschaffen, Ist das Kunst? weiterlesen

SINGER / SONGWRITER